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Kühlhäuser

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Grundsätzliches

Kühlräume bis 4 Verdampferlüfter

Kühllager ab 5 Verdampferlüfter

Gemüselagerung

future use

Grundsätzliches

Die in diesem Abschnitt erwähnten Probleme und deren wirtschaftliche Lösungswege beziehen sich ausschließlich auf Kühlzellen mit Verdampferkühlung, die in einem Temperaturbereich von wärmer als 0°C betrieben werden.
Dabei handelt es in überwiegendem Maße um Obst- und Gemüselagerung, aber auch zB um die Wintereinlagerung von Gehölzen.

Daß bei Kühllagern, die ausschließlich der Langzeit-Obstlagerung (zB Äpfel) dienen, auch andere Kriterien wie zB die Reduktion von Sauerstoff gelten, steht außer Frage, doch werden speziell bei den immer mehr werdenden Biobauern eher Mischlager verwendet.

Im Gegensatz zu den modernen Konvektions-Kühlzellen haben Verdampferanlagen den Nachteil, daß sie dem Lagergut Flüssigkeit entziehen, was sowohl Qualitätseinbußen als auch nicht unbedeutende Gewichtsverluste bedeuten kann.

Der Gewichtsverlust ist bei der Kurzzeitlagerung, bei der das Lagergut nur wenige Tage bis zum restlosen Verkauf oder zur Anlieferung an den Einzelhandel „zwischengelagert“ wird (wie etwa bei Stangenspargel, Frischgemüse in Warenhausketten usw) nicht so bedeutend.
Die Qualitätseinbußen können auch schon nach wenigen Tagen, bedingt durch die eher offene Lagerung stark ins Gewicht fallen, was zu verbilligten Verkäufen und damit zu Verlusten führt. Abgesehen davon ist es nicht unbedingt eine Referenz für den Händler, des öfteren minderwertige Ware, wenn auch zu einem günstigeren Preis, anbieten zu müssen.

Bei der Langzeitlagerung über Monate hinweg (zB von Feldgemüse  wie Karotten) sind die Qualitätseinbußen durch geeignete Verpackung des Lagergutes zB in Bigbags, Großkisten mit Sandüberdeckung und dergleichen nicht so gravierend, doch kann der Gewichtsverlust je nach Art des Lagergutes bzw der Qualität der Kühlaggregate und der Räumlichkeiten doch 2 bis 7% pro Monat betragen.

Eine Sonderstellung bietet die mittelfristige Lagerung von Feldgemüse.

Gerade die gleichbleibende Qualität wie am Einlagerungstag stellt ein Hauptargument für die Anschaffung einer Befeuchtungsanlage für einen Kühlraum dar.
Wie aus der Fachliteratur (Siehe „
Übersichtstabelle zur Gemüselagerung“) ersichtlich ist, kann sich die mögliche Lagerzeit von Frischgemüse verdoppeln oder gar vervielfachen.
Während Gemüsebauern ohne, oder mit veralteten Kühlhäusern ihre Produkte innerhalb weniger Tage nach der Ernte, deren Zeitpunkt ja für alle mehr oder minder gleich ist, auf den Markt bringen müssen (= Preisverfall durch Überangebot), können „vorausschauende“ Bauern diesen Zeitpunkt um Wochen hinauszögern und zuwarten, bis sich das Preisniveau nach dem Gesetz von „Angebot und Nachfrage“ wieder gehoben hat.
Dabei können sie, was für den Konsumenten wohl das Wichtigste ist, eine gleich gute Qualität anbieten wie zum Erntezeitpunkt !

Lösungsmöglichkeiten:

Die oben angesprochenen Probleme der Qualitätseinbußen und des Gewichtsverlustes lassen sich mit einer geeigneten Befeuchtungsanlage sehr einfach und überaus kostengünstig lösen.

Es genügt dabei, die Luftfeuchte in einem Kühlraum immer auf dem Sättigungspunkt zu halten, das heißt die Umgebungsluft des gelagerten Gutes so weit mit Wasser anzureichern, daß diese kein Wasser mehr aufnehmen kann, also mit Wasserdampf gesättigt ist (= 100% relative Feuchte). Wird kein Wasser aufgenommen, kann auch dem Kühlgut keines entzogen werden !

Kühlhausbetreiber, die über keine speziellen Einrichtungen hierzu verfügen, wissen das und versuchen durch Aufspritzen am Boden die Raumfeuchte anzuheben.
Allerdings ist diese Maßnahme meist nicht ausreichend, vor allem deswegen, weil in einem gut gefüllten Kühlraum nur wenig Bodenfläche vorhanden ist und der Verdampfungswirkungsgrad auf diese Weise extrem gering ist. Abgesehen davon ist diese Methode mit ständiger Kontrolle, Zeit- und Arbeitsaufwand verbunden und daher nicht leicht anwendbar.

Mit Hilfe einer Nebelanlage kann die Luftsättigung sehr einfach und mit einem technisch nur geringen Aufwand erzielt werden. Dabei hilft das physikalische Gesetz, daß kalte Luft – im Gegensatz zu warmer Luft – nur sehr wenig Wasser in Form von Wasserdampf aufnehmen kann und demzufolge sehr schnell Sättigung eintritt.

Fühlersteuerung ?

Die geringen Anschaffungskosten einer Kühlhaus-Nebelanlage ergeben sich auch aus der Tatsache, daß auf eine aufwendige und damit teure Feuchtemessung verzichtet werden kann.

Auch wenn wir uns jetzt den Unmut vieler Hygrostathersteller zuziehen, so sei doch behauptet, daß preiswerte Fühler in einem Kühlhaus restlos überfordert sind. Und zwar deswegen, weil das Abtrockenen der Meßzelle oder der Harfe bei tiefen Temperaturen und in der Nähe des Sättigungspunktes entweder gar nicht mehr stattfindet oder die Raumfeuchte zuerst unerwünscht tief abfallen muß.

Die Praxis hat es eindeutig erwiesen, daß mit einer einfachen Intervallnebel-Schaltung wesentlich gleichmäßigere Bedingungen im Feuchtehaushalt eines Kühlraumes erzielt werden können.

Energieverschwendung?

Es wird von Kunden gelegentlich der Einwand vorgebracht, daß das Einbringen von verhältnismäßig warmem Wassers in einen Kühlraum eine Energieverschwendung darstellt und damit eine Kostensteigerung bedeutet.
Das ist deswegen unrichtig, weil der Wärmeinhalt (Enthalpie) der eingeblasenen sehr geringen Wassermenge viel zu gering ist, um einen solchen Effekt zu bewirken.
Abgesehen davon ist die beim Verdampfen der Nebelpartikel eintretende adiabatische Kühlung (Verdampfungskälte) wesentlich höher zu bewerten. So konnte zB ein in Ostösterreich sehr bekannter Spargellieferant im Marchfeld (Solofino) auf seine teure Aufbereitung von Eiswasser für seine alte, früher eingesetzte Befeuchtung gänzlich verzichten, was ihm eine nicht unbedeutende Reduktion der Betriebskosten einbrachte.

Wasserqualität ?

Der Vollständigkeit halber sei noch die erforderliche Wasserqualität erwähnt.
Speziell dann, wenn Obst oder Gemüse nicht in Säcken, sondern frei in Kisten gelagert wird, sollte die Gesamthärte des Wassers berücksichtigt werden. Vor allem, wenn die Lagerzeit nicht in Tagen, sondern in Wochen oder gar Monaten gerechnet wird. Wir empfehlen für den Betrieb eine Nebel-Befeuchtung eine Gesamthärte von 5°dH (deutsche Härte).
Enthärtungsanlagen zB Ionentauscher auf Salzbasis wie sie mannigfaltig angeboten werden, sind für die geringen erforderlichen Wassermengen einer Nebelanlage bereits sehr preisgünstig zu haben (Richtwert der Anschaffung etwa 1.200 Euro, Betriebskosten etwa 25 Euro pro Jahr)

Gehölzlagerung

Bei der gekühlten Lagerung von Gehölzen, speziell in der wachtumsinaktiven Zeit des Winters bis zum Wiederauspflanzen im Frühling, ist eine Gewinnrechnung nicht so einfach auszuführen.
Kriterien sind hierbei hauptsächlich die Qualität der Ware und die Reduzierung der Ausfallquoten durch Austrocknung.

Bilder aus der Gehölzlagerung der Mayr-Melnhof`schen Fortverwaltung -
Nadelbaumschnitte werden bis zur Entnahme der Stecklinge gekühlt
      mit entsprechender Befeuchtung zwischengelagert ... ... ... ...Blick in den Lagerraum bei laufender Benebelung

 

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