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Wurzelechte Bäume -
eine Chance gegen starken Feuerbrandbefall ?

Dr. Friedhelm Berger  (berger.friedhelm.dr.lindenhof@t-online.de)

Würden im Obstbau wurzelechte Bäume gepflanzt werden, wäre der Einfluss der Unterlage und ein Unterlagenbefall nicht mehr gegeben. Sollte ein Baum trotzdem von Feuerbrand befallen sein, könnte er sich aus der eigenen Wurzel wieder schnell regenerieren.

Immer wieder wird gerade von der Praxis behauptet, solche Bäume seien wegen zu langer Juvenilität nicht vertretbar. Dabei werden wurzelechte Bäume immer mit Sämlingen in Zusammenhang gebracht, obwohl schon 1982 von Thibault und Hermann gezeigt werden konnte, daß autovegetativ vermehrte Birnbäume vergleichbar gute Erträge liefern wie Birnen, die auf Quitte veredelt sind.

Dabei handelt es sich aber um Bäume entstanden aus Kurzstecklingen, die trotzdem 4-5 Jahre brauchten, um in die generative Phase zu kommen. Zu ähnlichen Resultaten kamen im Jahr 2000 auch Carrera, Gomez-Aparisi und Stanica et al. (Siehe Quellenverzeichnis).

Nachdem es Wolfgang Huhn und Prof. Dr. Wolfgang Spethmann von der Leibnitz Universität Hannover, Institut für Baumschule, gelungen ist Langholzstecklinge von Waldbaumarten mit einer eigens dafür ausgelegten Plantfog-Hochdruck-Nebelanlage zu bewurzeln, bat ich beide - damals noch als Dozent für Obstbau an derselben Universität - es auch mit Obstgehölzen zu testen.

Da es aus wie immer gearteten Gründen in Hannover nicht möglich war, Steckreiser zu erhalten,
brachte ich 1999 von meinem Privatobstbaubetrieb in Karlsruhe, Birnen- und Apfelreiser zum
Versuch mit, die schon im ersten Jahr zur Blüte kamen.

Dies machte aber auch deutlich, daß die gängige gelehrte Pflanzenphysiologie, nach der solche Bäume weder bewurzeln noch blühen dürften, nicht stimmt. Man sieht einmal mehr, daß nicht theoretische Erwägungen zum Ziel führen, sondern die praktischen Tests!

Diese Versuche wurden bis heute mehrmals wiederholt und auch von anderen Forschern umgesetzt (z.B. Dr. Gregor Osterc, Universität Ljubljana, Slovenien, Institut für Obstbau) mit demselben guten Erfolg.

Solche Bäume kämen auch dem Pflanzsystem das von Steiner et al. (2000) wegen Feuerbrand empfohlen wurde, entgegen.

Quellen- und Namensverzeichnis:

  1. Steiner P.W. van der Zwet T. Biggs AR (2000)
    www.caf.wvu.edu/kearneysville/disease_descriptions/omblight.htm
  2. Thibault M., Hermann L. (2000) Comportement agronomique de poiries "Williams"
    cultivès sur leurs propres racines. Revue Horticole, 230
  3. Carrera M., Gomez-Aparisi (2000) Peer rootstocks trials.
    ISHS-8th International Pear Symposium, Ferrara-Bologna, Italy 4. - 9. 9. 2000
  4. Stanica F., Dumitrascu M., Peticila A. (2002) Behavior of three pear varieties propagated
    "in vitro" and self-rooted on Tatura Trellis Canopya,
    ISHS-8th International Pear Symposium, Ferrara-Bologna 4.-9.2002 Acta hort 596, 647-650
    www.actahort.org/books/596/596_112.htm
    www.actahort.org/members/showpdf?booknrarnr=596_12
  5. Prof. Dr. Wolfgang Spethmann: spethmann@baum.uni-hannover.de
  6. Wolfgang Huhn: rwhuhn@aol.com
  7. Dr Gregor Osterc, Universität Ljubljana (Laibach),
    Institut für Obstbau, SL-1000 Ljubljana, Jamnikarjeva 1
     

 

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