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Kurzzeitsprühung mittels Intervallnebel (Nebel…Pause…Nebel…usw)
statt regeln ausschließlich über einen Feuchtefühler

Feuchtemessung stellt physikalisch eines der schwierigsten Probleme dar. Eine exakte Feuchtebestimmung ist nur mit sogenannten Psychrometern möglich, wobei aus dem Zusammenhang zwischen Nasskugeltemperatur und Trockentemperatur die Feuchte errechnet werden kann. Im Gartenbau übliche Feuchtefühler messen aber elektronisch (auf Basis eines kapazitiven Widerstandes) oder mechanisch gemäß der Dehnung eines Haares (Pferde- oder Menschenhaar) in Relation zur bestehenden Feuchte. Diese Werte sind aber im Vergleich zu Psychrometern nur Näherungswerte und je nach Aufwand des Fühlerherstellers mit unterschiedlichen Fehlerquoten.

Belüftete Psychrometer sind überdies recht teuer und werden daher nur für spezielle Forschungsaufträge herangezogen, im gewerblichen Gartenbau üblicherweise gar nicht.

Abgesehen von der Meßgenauigkeit elektronischer oder mechanischer Fühler besitzen jene eine gewisse Trägheit, meist bedingt dadurch, daß die Messzelle oder die Messfäden (Haare) sich in einem Schutzrohr befinden, um gegen mechanische Einflüsse oder vor zu großer Verschmutzung (Verkalkung) gefeit zu sein. In diesem Schutzrohr bildet sich aber ein Mikroklima, das meist nicht den Konditionen im Gewächshaus entspricht. Oder anders ausgedrückt, es "hinkt" den Aussenkonditionen hinterher.

Wohl aus Unwissenheit über diese Zusammenhänge wird von Gärtnern, hauptsächlich in der Bewurzelung oder Stecklingsvermehrung noch immer die Feuchteregelung ausschließlich über einen Feuchtefühler bevorzugt. Dank unserer nunmehr bereits über zwanzigjährigen Initiative in dieser Richtung wird bereits auch in der einschlägigen Fachliteratur die Kurzzeitsprühung propagiert, doch wird sie, so scheint es, immer noch zu wenig beachtet.

Ideal wäre es, wenn der vom Gärtner am Fühler vorgewählte Sollwert möglichst konstant (gleichbleibend) gehalten werden könnte. Es tritt aber in der Regelung, nur über den Fühler, nun Folgendes auf:  Die Anlage füllt das Haus mit Wassernebel (Feuchte), die Fühlerträgheit kann den neuen Konditionen nicht so schnell folgen, es wird also, ehe der Fühler die Pumpe abschaltet, im Haus zu nass werden. Gleiches gilt beim Abtrocknen. Bis der Fühler den unteren Schaltpunkt zur Wiederinbetriebnahme der Benebelung realisiert hat, ist es im Haus schon wieder viel zu trocken.

Es wird also eine Art Sägezahndiagramm der Feuchte gefahren, zu viel…zu wenig…zu viel…usw.

Es ginge aber auch andersherum: Der Fühler, als schwächstes Glied in der Regelung der Nebelanlage erhält als Aufgabe ausschließlich dafür zu sorgen, daß der maximal verträgliche Feuchtewert, in der Graphik als strichlierte, schwarze Linie dargestellt, der in der aktuellen Phase der Bewurzelung noch akzeptabel wäre, niemals überschritten wird.

Für die Benebelung wird hingegen Intervall-Kurzzeitsprühung gewählt, das heißt, ein kurzer Nebelstoß, eine ebenfalls kurze Pause, dann wieder Nebel usw. Dabei soll die Nebelzeit so gewählt werden, daß der Fühler nicht vorher abschalten kann. Als Pausenzeit nimmt man den Zeitraum, in dem sich der Nebel wieder lichtet und das Haus frei durchschaubar wird. Mit etwas Geschick und Erfahrung in der Anwendung der Nebeltechnologie wird der Gärtner schnell herausfinden, welche Zeiten er am besten einstellen kann. Bei richtiger Einstellung schwingt dann der Feuchtwert in einer sanften, flachen Kurve unterhalb des Sollwertes der maximal verträglichen Feuchte. Für die bestmögliche Gleichhaltung der Feuchte ist dieses Verfahren aber weit vorteilhafter als die Regelung nur über den Fühler.

Die Angst, daß die HD-Pumpe infolge der Kurzintervalle zu stark beansprucht würde und ihre Lebensdauer dadurch stark eingeschränkt wird, ist, zumindest bei Plantfog-Anlagen, die technisch von vornherein auf diese Betriebsart abgestimmt sind (druckloser Wassereingang, geringe Pumpendrehzahl und "weiches" Anfahren ohne Druckschläge) vollkommen unbegründet.

Copyright © 2010 Ing. Manfred Dolejsi

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