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Computertechnik im Gartenbau

.... sehr provokant gefragt: "Wozu brauchen wir noch Gärtner?"

Der Trend fast aller Anbieter auf dem Steuerungssektor für gartenbauliche Einrichtungen geht in den letzten Jahren immer mehr zur Elektronisierung und Digitalisierung. Sensoren in größerer Anzahl innerhalb und außerhalb der Glashäuser messen und melden, deren Daten werden miteinander verknüpft, Extremwerte elektronisch geglättet, Zwischenwerte werden moduliert und schon hat das Computerprogramm die richtige Lösung wie, was und wie lange etwas, wo geschaltet werden soll.

Fast hat es schon den Anschein, der Gärtner mit seinem Fachwissen, seiner Erfahrung und seinem "grünen Finger" sei ein Relikt der Vergangenheit, degradiert zum erdeschaufelnden Hilfsarbeiter oder zum Verkäufer seiner Blumengebinde, der Computer wisse sowieso alles viel besser…. 

Computerisierte Systeme mögen bei Betrieben mit immer gleich bleibenden Monokulturen ihre berechtigte Anwendung haben, das wagen wir nicht zu bezweifeln. Doch diese Betriebe sind nicht die Regel im Erwerbsgartenbau. Viel üblicher ist, zumindest bei gewerblichen Klein- und Mittelbetrieben eine Kulturenvielfalt, die sich nach dem Markt und auch nach der Jahreszeit richtet. Versuche mit Neuzüchtungen, Kreuzungen, Mischkulturen usw stellen zumeist für einen Gewächshauscomputer, der fix auf ein bestimmtes Programm ausgerichtet ist, ein unlösbares Problem dar, das bestenfalls in Kompromissen mündet, keinesfalls jedoch direkt auf die geänderte Kulturenvielfalt und deren Bedürfnisse einwirken kann. Wir gehen auch wahrscheinlich sicher in der Annahme, daß der Gärtner bei Änderungen seine Programme nicht selbst umschreibt, bzw fachlich und zeitlich gar nicht in der Lage wäre dies überhaupt durchzuführen. 

Das Wörtchen "fast" im ersten Satz bezieht sich auf Plantfog. Wir gehen trotz, oder sogar weil wir eine mehr als 25-jährige Erfahrung im Erwerbsgartenbau haben, diesen Trend nicht mit, und das hat seine Gründe, auch wenn wir von Mitbewerbern oft mitleidig (oder auch höhnisch) belächelt werden. Denn auch Computersysteme haben ihre Schattenseiten und nichts kann die Erfahrungen eines gelernten und erfahrenen Gärtnermeisters ersetzen!

Wer viel mit Computern und Elektronik zu tun hat, weiß auch, daß Programme schon nach wenigen Jahren meist hoffnungslos veraltet sind, neue Erkenntnisse und Erfahrungen müssen verarbeitet, Computerprogramme umgeschrieben (und natürlich neu gekauft) und ersetzt werden. Wer jemals erlebt hat wie zB Messwerte von kapazitiven Messfühlern "davonlaufen", nicht mehr nacheichbar sind und durch neue Fühler (gegen teures Geld) ersetzt werden müssen, wird uns recht geben. Wer nach einem schweren Gewittern vor dem Scherbenhaufen seiner ausgefallenen Elektronik steht, wird sich fragen, ob diese Systeme wirklich das einzig seligmachende sind, oder ob man mit herkömmlichen ("alten", elektromechanischen) Steuerungen und seinem eigenen Fachwissen auf die Länge der Zeit nicht doch besser und wesentlich preisgünstiger gefahren wäre.

Zugegeben, ganz ohne Elektronik kommen auch wir nicht aus. Das Innenleben von Zeitrelais, Schaltuhren und anderen Komponenten wäre heute ohne die Vorteile der Elektronik (die sicher auch anzuerkennen sind) nicht mehr zahlbar. Aber sonst legen Plantfog-Steuerungen viel eher Wert auf Übersichtlichkeit, Einfachheit in der Bedienung, extreme Langlebigkeit ohne teures Nachrüsten und vor allem auf die Einbeziehung des gärtnerischen Fachwissens, den berühmten "grünen Daumen".

Eines von vielen Beispielen aus der Praxis gefällig?

  • Forstverwaltung Mayr-Melnhof *)  in Frohnleiten (Steiermark). Bewurzelung von Fichtenstecklingen.

    *) Mayr-Melnhof ist größter Waldbesitzer in Österreich, sein Konzern einer der weltweit größten Kartonnagenhersteller.

Das Verfahren zur erfolgreichen Bewurzelung von Fichtenstecklingen unter Nebel wurde von Plantfog, dank finanzieller Mithilfe des Fürsten 1988 und in den beiden Folgejahren entwickelt, weiter verbessert und wird heute in fast allen europäischen Forstämtern (und auch auf Zypern) sehr erfolgreich angewendet.

Steuerung der Anlage mittels des  elektromechanischen "großen" Plantfogschrankes unter Einbeziehung des gärtnerischen Fachwissens.

Die Anlage ist nunmehr seit 22 (!) Jahren in Betrieb, wobei außer einem Relais noch nie etwas daran geändert oder ersetzt werden mußte.

Die Bewurzelungserfolge lassen sich trotz der in vielen Augen veralteten Steuerungsmethode sehen und liegen je nach Stecklingsqualität bei 75 bis 90% !

Gleiche Anlagen finden sich seit ähnlich vielen Jahren in Betrieb zB…

  • ...in der Universität Hannover, Obstbau in Sarstedt (Prof. Spethmann)
  • ...im Forstamt Hannoversch Münden (ex Escherode), Fichten- u.  Eichenvermehrung
  • ...im Athalassa Forest Department in Nikosia, Zypressen zur Aufforstung der Insel
  • ...in der Universität Ljubljana, Institut für Obstbau, Bewurzelung von Langhölzern
  • ...in Spanien, in der Slowakei, in Ungarn, im Iran ...usw, usw  

Man wird uns nun entgegenhalten, daß die Darstellung der vielen Meßdaten auf dem Bildschirm, schön geordnet in Tabellen, Kurven oder Diagrammen aller Art so nicht möglich ist. Das stimmt. Wir wagen aber die Behauptung entgegenzustellen, daß Bewurzelung, Erfolge oder auch Mißerfolge nicht am Monitor ersichtlich sind, sondern nur durch periodische Kontrollen und Beurteilung eines Fachmannes im Gewächshaus selbst. Ein Griff in das Substrat, ein Blick durchs Glashaus, eine Beurteilung der Callus- oder Wurzelbildung sagen mehr aus, als tausend Zahlen, auch wenn sie noch so schön geordnet am Computer ersichtlich sind….

Den eventuell vorgebrachten Einwand, daß ein computerisiertes System Arbeitszeit spart, lassen wir aus vorher erwähntem Grund nicht gelten. Ein Computer kann selbst nicht entscheiden, ob seine ausgegebenen Schaltbefehle auch der Realität im Gewächshaus entsprechen. Der Gärtner muß, so er auf Gewinn arbeiten will, so oder so zumindest einmal am Tag seine Kulturen zur Kontrolle und  Beurteilung aufsuchen.

Noch ein Vorteil der "althergebrachten" elektromechanischen Steuerung soll nicht unerwähnt bleiben: Sind sie mit technischem Verstand und Fachwissen aus der Physiologie, gepaart mit Zukunftsdenken konzipiert, so stellen Erweiterungen sowohl vom Rohrnetz her als auch von der Individualität neuer, eventuell erst später geplanter und hinzugekommener Regelkreise absolut kein realisierbares oder finanzielles Hindernis dar. Auch die Anbindung verschiedener Steuerungen (Vermehrung, Abhärtung, einfache Klimatisierung, Kühlung usw) mit unter Umständen völlig anderen Steuerkriterien sind absolut kein Problem. Bei dem von Plantfog seit mehr als 25 Jahren angewendeten Baukasten-system muss an den bestehenden Anlagen (auch wenn sie noch so alt wären) nicht einmal etwas geändert werden. Sie wurden schon zu anfangs bereits für diese Eventualitäten vorgerüstet.

Sollte ich mir mit dieser Abhandlung jetzt eventuell den Unmut der Programmschreiber und Gewächshaus-Computerlieferanten zugezogen haben, so tut mir das von Herzen nicht wirklich leid….

Ing. Manfred Dolejši
Planung+Entwicklung
Im September 2008

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