Hochdruck

Theorie / Physik
Technik
Staubbindung
Gartenbau
Obstbau
Kühlhäuser
Adiabatische Kühlung
Sonderanlagen

Entwicklung
Kunst & Architektur

Wintergärten
Gastronomie

Referenzen
. Kundenprofile
. Universitäten &     Forschung
Partnerfirmen
--------------------------
Preise
--------------------------
Niederdruck

Kühlsysteme
Messgeräte

Index
home

Gartenbau

zurück zur Übersicht

Gärtnereien

vegetative Vermehrung

generative Vermehrung

Kurzzeitsprühen

Morgenbetauung

Baumschulen

Langholzstecklinge

Meristeme

Gewächshauskühlung

Computer im Gartenbau

Gärtnerische Anwendungen - Meristemkulturen 

Die Vervielfältigung von Pflanzen mittels der „Invitro-Methode“, also durch Teilung von Spitzen- und Seitenmeristemen von bestehenden Mutterpflanzen scheint eigentlich kein Thema für die Anwendung der Feinstnebeltechnik zu sein, da die Keimung und Bewurzelung der Jungpflanzen ja in Petrischalen oder geschlossenen Plastikbehältern auf einem Gel erfolgt und darin ein für das Wachstum vorteilhaftes, künstliches Kleinklima herrscht.
Abgesehen davon werden diese Behältnisse in klimatisierten Räumen gelagert, sodaß ideale Temperaturen Keimung und Wachstum beschleunigen.

Nebel und Feuchtezufuhr hat also in dieser ersten Phase absolut keinen Sinn.

Je nach Kulturgut bleiben die Jungpflänzchen bis zu einer Größe von ein bis mehreren cm Höhe in diesen „Kleinstkulturräumen“. Dann werden sie herausgenommen, in ein geeignetes Substrat und meistens bereits in den Endtopf gesetzt und benötigen eine gewisse Zeitspanne zur Abhärtung und zur Erreichung einer vorteilhaften Verkaufsgröße.

Ab diesem Zeitpunkt bietet die Befeuchtungstechnik mittels Feinstnebel einen ungeheuren Vorteil gegenüber anderen Bewässerungsmethoden. Die Erklärung fällt leicht. Die Pflänzchen, noch recht zart und schwach kommen aus einem für sie idealen Klima und sollen nun in der „rauhen“ Wirklichkeit durchwachsen. Sprinkleranlagen mit Ihren verhältnismäßig großen Tropfen können sowohl die Pflänzchen durch die Wucht des Aufpralls verletzen bzw das Substrat übermäßig benässen, daß dadurch die gewünschte Luftdurchlässigkeit des Bodens, die das Wurzelwachstum entscheidend beschleunigen kann, verhindert wird.

Abgesehen davon ist die Gleichmäßigkeit der gewünschten Feuchte, verteilt über die gesamte Kulturfläche, mit Nebel wesentlich einfacher zu erzielen als bei jedem anderen Bewässerungssystem.

Da Invitro-Kulturen aber kontinuierlich durchgeführt werden, das heißt die Produktion läuft immer weiter und beinahe täglich kommen neue Jungpflanzen hinzu, währen verkaufsfertige Pflanzen ausgelagert werden, sollte die Benebelungsanlage auch diesem Umstand des variierenden Feuchteverlangens der Pflanzen Rechnung tragen können, ohne jedoch finanziell und steuerungstechnisch zu aufwendig zu werden.

Plantfog hat 1988 in Zusammenarbeit  mit Österreichs größtem Meristembetrieb, der Firma Vitroplant in Korneuburg bei Wien ein Verfahren entwickelt, das bei verhältnismäßig geringen Investitionskosten und Einfachheit in der Regelung ein Höchstmaß an Effektivität gewährleistet.
Für Abhärtung und Weiterentwicklung der Pflanzen stehen 24 Tischflächen, je ca 2x6m, in zwei Ebenen übereinander zur Verfügung. Jede Ebene ist wie ein Kleingewächshaus konzipiert und durch Plastikvorhänge vom übrigen Raum getrennt.

 

Die Praxis hat gezeigt, daß zwei Feuchtezonen für die Abhärtung und die Wachstumsphase vollkommen ausreichen. Um aber nun den Regelaufwand jeden Tisch individuell befeuchten zu können zu vermeiden, was kostenmäßig in keinem Verhältnis zum Ergebnis stünde, und auch das umräumen in einen anderen Tisch nicht notwendig zu machen, was arbeitsmäßig wieder sehr aufwendig gewesen wäre, haben wir das Verfahren der „repräsentativen Feuchte“ gewählt.

Dazu werden alle Pflanztische von 2 unabhängigen Wasser-Druckleitungen versorgt, die von 2 HD-Pumpen gespeist werden. Die Düsenverrohrung jeder Tischfläche kann, geregelt durch (manuell zu bedienende) Kugelhähne, sowohl von der einen als auch von der anderen Druckleitung versorgt werden.

 

Zur Steuerung der beiden Feuchtezonen werden nur zwei Feuchtefühler verwendet, die, unterstützt von zwei unabhängigen Intervallsteuerungen die gewünschten Feuchtewerte in den einzelnen Pflanzebenen einhalten. Dazu sind die Fühler mit ausreichend langen Verbindungskabeln ausgestattet, die zulassen, die Sensoren in repräsentativen Tischen zu platzieren.

In der Abhärtungsphase, etwa die ersten zehn Tage nach Herausnahme der Pflänzchen aus den Keimungsbehältern wird eine sehr hohe Feuchte nahe dem Sättigungspunkt verlangt, also ca. 90...95% rel.F., während für die Durchwachsphase ein geringerer Wert, um 70% rF, vollkommen ausreichend ist.

Je nach Tischbelegung mit Frischware oder Pflanzen in der Durchwachsphase wird nun die Druckleitung des dem jeweiligen Fühler zugordneten Systems zugeschaltet.

Ein Beispiel:
Die Tische der Nummern 1, 2, 6, 9, 10, 11, 12 und 16 haben Frischpflanzen direkt aus der Klimakammer. Sie benötigen Feuchtesättigung. Pumpe 1 und die zugehörige Hauptdruckleitung sind hierfür zuständig. Somit werden an diesen Tischen die Kugelhähne des Leitungssystems 1 geöffnet, jene des Systems 2 geschlossen und der Fühler hängt zB über dem Tisch Nr. 6. Die Intervallsteuerung übernimmt nun mittels Kurzsprühintervallen die Feuchteversorgung, wobei dem Fühler, als schwächstem Glied in der Regeltechnik nur die Überwachung des maximalen Feuchtewertes obliegt, um eine Übernässung der Kulturen zu verhindern.
Die Tische der Nummern 3, 4, 5, 7, 14, 19, 20 und 24 haben Pflanzen im Vorverkaufsstadium. Sie erhalten nur mehr 70% rF. Pumpe 2 und das zweite Hauptleitungssystems sind dafür zuständig. Somit werden an diesen Tischen die Kugelhähne des Leitungssystems 2 geöffnet, jene des Systems 1 geschlossen (sie sind auch farblich unverwechselbar gekennzeichnet) und der Feuchtesensor für diesen Arbeitszyklus zB in Tunnel 14 platziert. Hier übernimmt also das System 2 analog zum ersteren Vorgang die Befeuchtung.

Alle übrigen Tische sind noch leer und werden für ihren Einsatz vorbereitet. Hier sind beide Kugelhähne geschlossen, es geht also kein Wasser verloren.

Trotz dieser Einfachheit des Gesamtsystems hat sich die Anlage in den bisherigen sechs Jahren ihrer Funktion bestens bewährt. Für nähere Details zur Anlage und zu den damit erzielten Kulturerfolgen bitten wir Sie die Herren Dipl. Ing. Leonhardt und Dr. Färber, Tel. +43-2243-32 698, selbst zu kontaktieren.

Dank der guten Arbeitsweise bei vergleichsweise geringen Installationskosten wurden in der Zwischenzeit auch andere ähnliche Systeme installiert zB. im Institut für Agrarbiotechnologie der Universität Wien, Forschungszentrum in Tulln oder in den Forschungslabors des Institutes für Pharmakognosie im Universitätszentrum Althanstraße in Wien.
 

Gärtnereien

vegetative Vermehrung

generative Vermehrung

Kurzzeitsprühen

Morgenbetauung

Baumschulen

Langholzstecklinge

Meristeme

Gewächshauskühlung

Computer im Gartenbau

Gartenbau

zurück zur Übersicht

home

last modified MAR 2013
Copyright © 1990 - 2015 by Plantfog - Ing. Manfred Dolejsi - all rights reserved