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"Gießen" (Morgenbetauung) mit einer Nebelanlage

Die Notwendigkeit dieser Funktion in der Stecklingsvermehrung allgemein und speziell in der Gehölz-, Stauden- oder Langholzbewurzelung wurde bereits in den Anfangsjahren unserer Tätigkeit (1984) durch einen Obergärtner der Stadtgärtnerei Wien herausgefunden und von uns  dann auch technisch realisiert.
Das Verfahren hat sich seither bestens bewährt und ist in allen Plantfog-Steuerungen, die für Vermehrungs-anlagen vorgesehen sind, standardmäßig eingebaut.

Der Grundgedanke zu dieser Steuervariante war, daß eine Nebelanlage üblicherweise während der Nachtstunden (also in der für den Pflanzenwuchs inaktiven, lichtlosen Zeit) abgeschaltet wird, um Übernässung, Fäulnisbildung und Pilzbefall zu vermeiden. Durch die nächtliche Austrocknung des Substrates, speziell in den wärmeren Monaten des Jahres, ergibt sich aber ein Wassermangel, der auch durch die tagsüber stattfindende, periodische Benebelung nicht mehr ganz ausgeglichen werden kann. (Es mußte am Morgen händisch nachgegossen werden….)

Die Gießfunktion (eigentlich eine Morgenbetauung) läßt sich wie folgt beschreiben:

Üblicherweise wird die Betriebszeit einer Nebelanlage durch die Zeitschaltuhr begrenzt, wobei sich die Einschaltdauer von Sonnenaufgang bis etwa zwei Stunden nach Sonnenuntergang (im Sommer) in der Vermehrungspraxis bewährt hat.

Schaltet nun die Uhr am frühen Morgen die Anlage frei, so beginnt diese bei aktivierter Morgenbetauung mit einer Benebelung auf Zeit, wobei der Feuchtefühler als Kontrollelement automatisch  ausgeschaltet wurde.
Die erforderliche "Gießzeit" richtet sich nach der Art der Kulturen bzw des Substrates und bedarf nicht zuletzt auch des "grünen Fingers" des überwachenden Gärtners. Als Richtwert (für noch Ungeübte) können wir 3 bis 5 Minuten angeben.

Dabei tritt folgender Effekt auf: Weil es am frühen Morgen auch im Sommer noch relativ kühl ist, wird sich (bei tiefem Taupunkt) sehr rasch eine Luftsättigung mit Wasserdampf einstellen. Da aber der Fühler abgeschaltet ist, und dadurch keinen Unterbruch der Benebelung veranlasst, wird es weiternebeln, das Wasser wird auskondensieren (abregnen) und die Blätter und in Folge das Substrat benässen. Das Wassermanko der Nacht wird somit automatisch ausgeglichen.

Danach schaltet die Anlage selbsttätig auf den programmierten Folgebetrieb (zB) Intervallnebel (Kurzzeitsprühung) mit Feuchtekontrolle um und aktiviert wieder den Feuchtefühler. Ist also der Fühler abgetrocknet, was eine Zeit lang dauern kann (Sollfeuchte-Kontrolllampe beachten), so beginnt die Anlage wieder mit der Intervallbenebelung (Nebel… Pause….Nebel….usw) bis die Zeitschaltuhr am Abend den Strom wieder weg- und damit die Anlage abschaltet.

Der größte Vorteil dieser Schaltung ist der, daß die Anlage auch tagelang ohne Beisein einer Aufsicht durch den Gärtner gelassen werden kann, ohne daß sich Schäden an den Kulturen (Austrocknungseffekte im Substrat) ergeben können.

© Ing. Manfred Dolejsi

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