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Institut für Pharmakognosie der Universität Wien
Pharmaziezentrum, Althanstraße 14, 1090 Wien

Das Institut für Pharmakognosie befaßt sich mit allen Themen, die mit pflanzlichen Wirkstoffen für Pharmazeuten wichtig sind - dazu gehören auch lebende Pflanzen, die in institutsbetreuten Gewächshäusern und Freilandgärten gepflegt werden sowie experimentelle in-vitro Vermehrung ....

Das Institut für Pharmakognosie betreibt zwei Nebelanlagen -

  • für tropische Arzneipflanzen, die in den Dachgärten des Universitätszentrums Althanstraße gehalten werden
  • für die sog. "Abhärtungsphase" von in-vitro vermehrten Kulturen, die nach dem Auspikieren aus dem sterilen Kulturgefäßen erforderlich ist

Auskunft bei ao.Univ.-Prof.Dr. Reinhard Länger
Raum 2G144 (Ebene 1)
tel  ++43-1-4277-55279
fax ++43-1-4277-9552
reinhard.laenger@univie.ac.at

Mehr zu den Tätigkeiten und Schwerpunkten des Institutes können Sie unter http://www.univie.ac.at/pharmakognosie/ nachlesen


Dachgartenanlage

Am Dach des Pharmaziezentrums (Stiege D, Ebene 6), über dem Haupteingang, liegt das Gewächshaus des Institutes. Auf ca. 600 m2 werden sowohl Schausammlungen als auch Pflanzen für wissenschaftliche Versuche kultiviert und vermehrt. Die Schausammlungen beherbergen Arznei-, Gift- und Nutzpflanzen der Tropen und der mediterranen Gebiete.

Die Anlage beschickt sieben voneinander unabhängige Abteilungen des Dachgarten, die je nach Einstellungen der Steuerung mit Feinnebel befeuchtet werden.

oben : Dachgartenanlage des UZA

links : Blick in eine der Abteilungen des Dachgartens mit Benebelung

Details der Verrohrung - jede Abteilung besitzt eine Hochdruckanspeisung und eine Entlastungs-(Spül-)Leitung, die von 2 Hauptleitungen abzweigen.
Die Hauptleitungen führen durch alle Abteilungen, die Abzweige werden durch Magnetventile gesteuert.
Rohre, Ventile und Verschraubungen sind aus Edelstahl.

Hochdruckpumpe für die Abteilungen des Dachgartens

Pumpensteuerung

Feuchtemessung und Regelung für die Abteilungen

 


In-vitro Vermehrung

Die zweite Nebelanlage dient zur präzisen Befeuchtung von pikierten Gewebekulturen. Bei dieser Technik werden Pflanzenteile unter sterilen Bedingungen in Nährlösungen vermehrt, sodaß sich kleine Pflänzchen bilden, die nach der Entnahme aus den sterilen Kulturgefäßen extrem fragil sind. In Zelten aus Kunststoffolie werden die auspikierten Pflänzchen bei genau eingestellter hoher Luftfeuchte an die Atmosphäre außerhalb der Vermehrungsgefäße gewöhnt

Die Arbeitsgruppe Pflanzenbiotechnologie befasst sich schwerpunktsmässig mit der in vitro-Vermehrung von Arzneipflanzen sowie mit der in vitro-Produktion von Arzneistoffen/Naturstoffen.
Im Rahmen des erstgenannten Punktes werden Pflanzen bearbeitet, die einerseits (v.a. wegen Übersammeln) in ihren natürlichen Beständen gefährdet sind - seit mehreren Jahren liegt hier ein besonderes Gewicht bei entsprechenden Spezies aus Nepal und Indien. Für intensiv genutzte Species wie z.B.
Swertia chirata, Lilium nepalense oder Picrorhiza kurroa wurden bzw. werden geeignete Mikrovermehrungsprotokolle ausgearbeitet. Auf der anderen Seite werden solche Protokolle mit dem Ziel einer Qualitätsverbesserung entwickelt: Nach Anlegen von in vitro-Klonbanken und entsprechender Selektionierung können nach Optimierung der Verklonungstechnik grosse Mengen genetisch einheitlicher, hochwertiger Setzlinge für die anschliessende kontrollierte Feldkultur produziert werden. Diese Elitepflanzen weisen einen hohen und einheitlichen Gehalt an Inhaltsstoffen auf, wodurch eine sehr frühe Standardisierung des Endprodukts Phytopharmakon möglich ist. Ausserdem kann gezielt auf die Abwesenheit toxischer Inhaltsstoffe selektioniert werden - so konnte z.B. 1999 die Pyrrolizidinalkaloid-freie Huflattich-Sorte Tussilago farfara "Wien" EU-weit registriert werden.
Die Arbeiten zur Produktion von Arznei- und Naturstoffen erfolgen nicht nur mit den klassischen Zellsuspensions-Systemen, sondern vor allem mit differenzierten Gewebetypen. Hier kommen einerseits sog. "meristematische Cluster" oder "nodules" zum Einsatz, andererseits Organkulturen wie Spross- oder Wurzelkulturen, wobei bei letzteren auch transgene Wurzeln ("hairy roots") eingesetzt werden.
Innerhalb der genannten Schwerpunkte wird ausserdem an "scale-up" und Automatisierung gearbeitet, wofür diverse Bioreaktoren als auch Temporärimmersions-Systeme eingesetzt werden.

Sterile Gewebekulturen

Abhärtungszelt für pikierte Pflänzchen - jedes Zelt wird mit Hilfe eines Präzisionshygrostaten überwacht

Frontblick auf ein Vermehrungszelt

Verteilerbatterie einer Klimakammer

Da die Klimakammern aus energietechnischen Gründen eher eng konfiguriert sind und die Befeuchtung der höhenverstellbaren und kippbaren Kulturböden individuell eingestellt werden muß, wurden alle Zuleitungen über HD-Schläuche geführt

Zentrale Schalttafel der Klimakammern

Es sind 2 Hochdruckpumpen (eine in Standby) installiert

Die Befeuchtungsparameter jedes angeschlossenen Kulturbodens (mit Kunststoffzelt) können individuell eingestellt werden

 

 

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