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Klosterneuburg

Die Firma VitroPlant vermehrt Nutz- und Zierpflanzen mit Hilfe der Meristemtechnik.

Der kritische Zeitraum für in-vitro gezogene Meristempflanzen ist jener, in dem sie dem Idealklima der geschlossenen Glasschale mit ihrem eigenen Mikroklima entnommen werden, um in Substrat pikiert zu werden, damit sie an Größe und Wurzelmasse zu gewinnen.
Hierbei kann nur eine Nebelanlage helfend einwirken, da ansonsten die Ausfallzahlen ein Übermaß erreichen würden.

Hr. DI Leonhard, einer der Leiter der Fa. Vitroplant ging dabei in seiner Forderung nach möglichst idealem Klima für seine Stecklinge noch einen Schritt weiter.
Nach dem ersten Anwachsen der Pflänzchen unter einer bestimmten Feuchte sollte auf dem gleichen Tisch, also ohne die Multiplatten an einen anderen Ort zu transportieren zu müssen ein zweiter Feuchtebereich eingestellt werden können, ehe die nun bereits teilweise abgehärteten Pflanzen auf andere Stellflächen, ohne Benebelung, umgeschlichtet werden.


Doppelstöckige Klimakammern - unten die Meristeme
oben die Abhärtungskammern, in denen die Pflänzchen
nach dem Pikieren an die nicht-sterile Umgebung gewöhnt werden

Um dieser Forderung bei einer Gesamtzahl von immerhin etwa 24 gleichzeitig in Betrieb befindlichen Tischbeeten, in zwei Reihen aufgestellt, gerecht werden zu können, haben wir die Anlage folgendermaßen konzipiert:

Die Anlage verfügt über zwei voneinander unabhängig arbeitende HD-Aggregate.
Von jenen führen jeweils 2 Druckwasserleitungen zu den Tischreihen auf beiden Seiten des Anwachshauses. Jedes Tischbeet hat zwar nur einen Düsenstrang, besetzt mit Feinstdüsen K1-150, aber zwei Anspeisungen mit manuell zu bedienenden Absperr- elementen.
Repräsentativ für alle Tischbeete der einen Seite ist ein Feuchtefühler in einem der Zelte aufgehängt und auf den gewünschten (zB hohen) Wert der ersten Klimazone eingestellt. Ein zweiter Fühler dient der Einstellung für die Feuchte der Nachfolgeklimazone (zB ein geringerer Feuchtewert). Ein Umhängen der Fühler in repräsentative Zelte ist dank der extra langen Zuleitungskabel ohne weiteres möglich. Auf der anderen Seite des Hauses wurde genauso verfahren.

An einem Beispiel läßt sich die Arbeitsweise des Systems besser erklären:
Auf den Tischen 1, 2, 6, 9 und 12 der linken Tischreihe werden frische Stecklinge aus den Glasschalen gesetzt. Sie erhalten eine hohe Feuchte von zB 95% relativ. Der Fühler mit diesem Wert wird über die Kulturen des Tisches 6 gehängt, der auch repräsentativ für die Tische 1, 2, 9 und 12 ist. Pumpe 1 mit Druckleitung 1 bedienen diese Tische und versorgen sie gemäß den Anforderungen des Fühlers mit Druckwasser.
Die entsprechenden Kugelhähne zur Druckleitung 1 werden manuell geöffnet, diejenigen zur Druckleitung 2 bleiben geschlossen.


Konstruktionsdetail: jede der unteren Tischebenen wird mit 2 Rohrsystemen
angespeist. Die Umschaltung auf den gewünschten Regelkreis erfolgt manuell

Auf den Tischen 3, 4, 5, 10 und 11 sind bereits größere Pflanzen zum Abhärten eingestellt. Ihr Fühler hängt in Tisch 5 und repräsentiert auch die übrigen Abteile.
Die Düsenstränge werden von Pumpe 2 mit der Druckleitung 2 versorgt, demnach sind die entsprechenden Hähne für Druckleitung 2 geöffnet, diejenigen für Druckleitung 1 geschlossen.
Die übrigen Tische (7 und 8) werden zur Zeit nicht gebraucht, sie sind leer. Beide Absperrungen zu den Druckleitungen bleiben daher geschlossen.

Das System wurde 1988 installiert und hat sich seither bestens bewährt.
Auskünfte erteilt DI Leonhard, Tel. +43 - 2243 – 32 698


Doppelpumpenstand


Hauptverteiler mit den 4 Hochdruckventilen.
Der Lyrabogen ermöglicht die manuelle Umschaltung
auf nur eine Pumpe, sollte ein Aggregat ausfallen.

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