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Karnivorenpflege im Glashaus

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Fleischfressende Pflanzen des Ultrahochlandes

Es liegt wohl in der Natur des Menschen, daß die Faszination einer Herausforderung mit dem Schwierigkeitsgrad der Aufgabe steigt. Für den einen ist es das Bezwingen eines Gipfels, das Durchwandern einer Wüste oder das Brechen eines persönliches Rekordes, für den anderen ist es die Kultur von Pflanzen aus extremen Lebensräumen.

Martin Stöckl mir NepenthesFleischfressende Pflanzen (Karnivoren/Insektivoren) sind Kosmopoliten die auf der ganzen Welt extreme Lebensräume besiedeln und durch ihre Fähigkeit hauptsächlich Insekten aktiv fangen und verdauen zu können, ungewöhnliche ökologische Nischen besetzt haben. Vom kleinen rundblättrigen Sonnentau (Drosera rotundifolia), den man mit etwas Glück in Europa auf extrem sauren und nährstoffarmen Böden in Mooren entdecken kann, bis zu Kannenpflanzen (Nepenthes) auf den höchsten Gipfeln der Berge Borneos und Sumatras. Die Vielfalt ist atemberaubend. Jedes Jahr werden neue Arten entdeckt und alleine die Vorstellung welche Überraschungen die letzten Winkel dieser Welt heute noch bereit halten, ist äußerst faszinierend.

Wer einmal über die Mooswälder der Gipfelregionen Südostasiens gelesen hat oder sogar das Privileg hatte, diese einmal erleben zu dürfen, wird sicher den Wunsch haben, die Pflanzen dieser Lebensgemeinschaft selbst zu kultivieren.

Mooswälder (mossy forest) sind einzigartige Lebensgemeinschaften. Die feuchtwarme Luft des Flachlandes steigt an den Berghängen hoch, die Luftfeuchtigkeit kondensiert durch die fallenden Temperaturen zu Nebel, der sich dann in den über und über mit Moos, Flechten, Farnen, Epiphyten, Orchideen und auch Karnivoren bewachsenen Bäumen fängt. Die Kombination aus Nebel, dem diffusen Licht, dem undurchdringlichen Nebelwald, dem Geruch von Moos und Feuchtigkeit  in Verbindung mit den für unsere Ohren fremdartigen Geräuschen ist ein Erlebnis oder eine Vorstellung, die man nicht in Worte fassen kann.

Nepenthes am NaturstandortDie verschieden Arten, die unglaubliche Vielfalt in Größe, Form und Farbe, die komplizierten Fangstrategien der Karnivoren und letztendlich auch die große Herausforderung diese Pflanzen zu kultivieren, ist wohl der Grund dafür, dass immer mehr Menschen in den Bann dieser Pflanzengruppe gezogen werden.

Diesen Bedarf haben diverse Spezialgärtnereinen erkannt und vermehren im Labor ein großes Sortiment und somit ist es inzwischen recht einfach viele verschiedene Karnivoren zu erwerben. Das Internet gibt die Möglichkeit sich auszutauschen und somit bleibt letztendlich kein Wunsch nach der auch noch so seltenen Pflanze unerfüllt.

Viele der angebotenen Karnivoren sind einfach zu pflegen, teilweise sogar fensterbanktauglich. Ganz anders sieht es mit den Spezialisten aus, die im oben beschriebenen Mooswald zu Hause sind. Die Klimaparameter sind nur schwer reproduzierbar. Botanische Gärten, die ohne Rücksicht auf Kosten Klimakammern betreiben, kühlem im Sommer, heizen im Winter, lüften permanent und halten die Luftfeuchtigkeit teilweise mit enormem technischen Aufwand auf den geforderten Werten.

Das gleiche Problem stellte sich auch mir als interessierten Hobbyisten.

Nepenthes im Glashaus von M. Stöckl

Nachdem die Entscheidung gefallen war, im temperierten Teil meines Gewächshauses Hochlandnepenthes zu kultivieren, stellte sich sofort die Frage nach der Klimakontrolle. Ausgangsituation war ein separat abgetrennter Teil meines Gewächshauses, der bereits mit einer ausreichenden Heizung mit Nachtabsenkung plus automatischer Lüftung und Ventilatoren ausgestattet war. Für die bis dato kultivierten Orchideen ausreichend.

Das Problem war , daß trotz Schattierung und zusätzlicher Lüftung im Sommer Temperaturspitzen von bis zu 45 C erreicht wurden. Undenkbar für die geplanten Hochlandnepenthes und der entsprechenden Begleitflora (z.B. Ameisenpflanzen(Myrmecodien), Ameisenfarne (Lecanopteris), Orchideen etc).

Idealerweise wäre das Ziel die Klimadaten der Mooswälder Sumatras und Borneos zu imitieren: die Temperatur ist nachts 16 - 18 C, tagsüber nicht über 25C, indirektes Licht mit 40.000 - 60.000 Lux, eine leichte Windbewegung und eine permanenten Luftfeuchtigkeit von 70 - 90 %.

Die beiden Parameter, die es im meinem Gewächshaus unter Kontrolle zu bringen galt, waren die hohen Sommertemperaturen und die zu niedrige Luftfeuchtigkeit.

Je mehr ich mich im Vorfeld mit der Problemlösung beschäftigte, desto klarer wurde mir, daß der einzige Lösungsansatz eine Nebelanlage ist.

Als erstes lernte ich den Unterschied zwischen Nebel- und Beregnungsanlagen. Durch die zu große Tropfengröße diverser, teilweise zu sehr attraktiven Preisen angebotenen Beregnungsanlagen, sind diese für den angedachten Zweck vollkommen ungeeignet. Ich wollte ja nicht gießen sondern nebeln.

Blicks ins Glashaus M. StöcklsGleichzeitig stellte sich heraus, daß Utraschallvernebler auch nicht geeignet sind, weil die Menge des ausgebrachten Wassers nicht ausreichend ist.

Die von Plantfog angebotene Anlage verbindet alle Anforderungen mit einem bis ins letzte Detail durchdachten Konzept und einer perfekten Steuerung in Verbindung mit einer problemlosen, einfachen Montage.

Die von Plantfog  nach ausführlicher und äußerst fachkompetenter Beratung auf meine Bedürfnisse speziell angefertigte Steuerung erlaubt die Nebel- und Pausenzeiten so variabel vorzugeben, daß durch einen Hygrostat gesteuert zwar die Luftfeuchtigkeit gehalten wird, es aber nicht zu Übernässung kommt. Außerdem erlaubt die Steuerung eine Anpassung an die Außentemperatur bzw. an die jahreszeitlich bedingten klimatischen Veränderungen. Praktisch heißt das: je heißer es ist desto länger stelle ich die Nebelzeit und desto kürzer die Pausenzeit ein. Bedeutet: bei normalem Betrieb wird ab einer Luftfeuchte von unter 70%rF 60 Sekunden genebelt mit einer Pause von 3 Minuten. Wird die vorgegebene Luftfeuchte erreicht, stellt sich die Anlage ab. Bei erhöhten Aussentemperaturen stelle ich auf 60 Sekunden Nebel und 2 Minuten Pause um. Eine zusätzliche Belüftung verteilt den feinen Nebel im ganzen Gewächshaus. Im Winter wird die Nebelzeit entsprechend gekürzt und die Pausenzeit enstprechend verlängert.

Wichtig ist eine ausreichende Belüftungsfläche des Gewächshauses, denn nur Wasser das verdunstet, kann auch kühlen. Somit muß gewährleistet sein, daß ausreichend Luftfeuchte abfließen kann, um durch neuen Nebel und der daraus entstehenden Verdunstungskühle die Pflanzen zu entlasten.

Die Nebelanlage bewährt sich nun schon im zweiten Sommer und dies wartungs- und störungsfrei. Abgesehen davon, daß sich inzwischen die Jungpflanzen meiner intermediate, Hochland und Ultrahochlandnepenthes (z.B. N. aristolochoides, burbidgeae, burkei, dubia, ephippiata, flava, fusca, glabrata, inermis, jacquelinae, jamban, lowii, macfarlanei, mikei, mira, ovata, platychila, rajah, spatulata, spectabilis, stenophylla, talangensis, tenuis, veitchii, vogelii ) hervorragend etabliert haben, bewährt sich das Klima auch für die recht empfindlichen Ameisenfarne (Lecanopteris), Ameisenpflanzen (Myrmecodien) und diverse andere Hochlandorchideen und Farne. Durch einen Zufall bin ich dann noch auf die empfindliche Gruppe der Draculaorchideen aufmerksam geworden, die inzwischen auch auf mehr als 30 Arten angewachsen ist. Offensichtlich sind die Klimaanforderungen vergleichbar mit jenen der Hochlandnepenthes.

Fazit: die Nebelanlage von Plantfog bietet zu überschaubaren Anschaffungs- und sehr geringen Stromkosten eine hervorragende Möglichkeit durch Verdunstungskühlung in Verbindung mit Luftbewegung ein Klima für Hochland- und Ultrahochlandnepenthes zu schaffen. Die Steuerung erlaubt eine flexible Möglichkeit sich auf wechselnde Außentemperapaturen einzustellen.  

Das System ist ausgereift, durchdacht, zuverlässig und leicht zu montieren.

 

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last modified JUL 2010
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