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Gedanken zur sommerlichen Orchideenkultur

Teile des Sommers 2003 waren ja von fast afrikanischen Klimaperioden geprägt, die naturgemäß keinen Orchideenpfleger kalt gelassen haben.
Da ist es auch nicht verwunderlich, dass in Gesprächen – vor allem im Rahmen der  Zusammentreffen mit Leidensgenossen aus Wien und Niederösterreich - immer wieder das Thema Sommerkultur zur Diskussion stand.
Da kamen dann Aussagen wie –

  • Ich weiß nicht, warum meine Nebelwaldorchideen (zum Beispiel Odontoglossum oder Miltonia) im Sommer das Wachstum einstellen, obwohl ich oft zweimal am Tage gieße und sie keinen Wassermangel haben können
  • Ich habe die Kultur von Masdevallia aufgegeben – ich kann sie nicht über den Sommer bringen; Frischluft muß ich zuführen, und dann werden sie zu trocken trotz allen Gießens und dann sind sie bald tot
  • Und noch einige ähnliche Aussagen ...

Ich will nun keinesfalls behaupten, die Lösung dieser Probleme aus dem Handgelenk zu schütteln, der Vergleich mit der weitgehend automatisierten Pflegesystematik, die ich in meinem Glashaus installiert habe, hat mich allerdings zu diesen Bemerkungen angeregt.

Ich befeuchte (und gieße zum Teil) den Kulturraum im Glashaus mit einer Nebelanlage, die hygrostatgesteuert arbeitet und so auch an heißen und trockenen Tagen die relative Luftfeuchte  sicher über 60 % hält; oftmals steigt die relative Feuchte wesentlich höher und erreicht bei „normalen“ Temperaturen oft durchaus die Sättigung (100%).

Dazu nun einige Gedanken zu Standorten von Orchideen und den Wasserhaushalt dieser Pflanzen –

Die Wurzeln epiphytischer Orchideen sind ja Haftorgane, die die Pflanze auf ihrem Trägerbaum verankern und dazu noch verfügbares Wasser mit ihrem Velamen aufsaugen und dem Pflanzenkörper zuführen. Im Gegensatz zu den Haarwurzeln, die wir alle von Balkonpflanzen oder vergleichbaren Zierpflanzen kennen, sind die Wurzeln epiphytischer Orchideen nicht in der Lage, kurzfristig große Wassermengen zu transportieren.
In den „Trockenzeiten“, die in vielen tropischen und subtropischen Orchideenstandorten zum Jahreszyklus gehören, treten nur geringe Niederschläge (oftmals nur morgendlicher Tau) auf und die Umgebungsluft ist vergleichsweise trocken (relative Feuchte 30 bis 60 %).
Die Orchideen reagieren oftmals mit einer Art „Sommerschlaf“ auf diese Gegebenheiten, stellen das Wachstum ein und versuchen zu überleben.
Setzen wir diese Umweltbedingungen auf die Kultur im sommerlichen Glashaus um, ist es nicht verwunderlich, dass die Pflanzen – trotz regelmäßigen Gießens – ihr Wachstum verringern oder einstellen, bis die Feuchte der Umgebungsluft wieder „normale“ Werte erreicht. Trotz ausreichender Wassermenge im Ballen können sie einfach nicht so viel Wasser über ihre Wurzeln heranschaffen, wie sie gerne hätten.
Meiner persönlichen Meinung nach geht es darum, trotz Frischluftzufuhr die relative Feuchte der Luft im Glashaus über 60 % zu steigern.
Das kann mit verschiedenen technischen Mitteln erreicht werden – mit Hilfe von Sprühsystemen, wie sie etwa von Gardena oder Pipelife angeboten werden, mit Wasserzerstäubern, wie sie (seinerzeit) von Unger angeboten wurden oder mit echten Nebelanlagen, die schwebefähigen Nebel bereitstellen – zum Beispiel die Anlagen der Firma Plantfog.
Erfolgt die Zufuhr von Wasser in Form kleiner Tröpfchen ergibt sich mit der kontrollierten Zufuhr von Frischluft ein zusätzlicher angenehmer Effekt – durch die Verdunstung des Wassers in der zugeführten, relativ trockeneren Luft tritt die sogenannte „adiabatische Kühlung“ auf, die die Innentemperaturen um einige Grade absenkt.
Die adiabatische Kühlung, die durch die Verdunstung des Wassernebels erwirkt wird, ist in unseren Breiten nicht besonder drastisch zu spüren, da hier in Mitteleuropa auch in heißen Sommern die Außenluft nie wirklich trocken ist.
Viel wichtiger und vorallem maßgeblicher für das Wachstum ist die Absenkung der Oberflächen- sprich der Blatt-Temperatur.
Messungen von Prof. Bolhar-Nordenkampp vom Institut für Pflanzenphysiologie der Universität Wien (UZA-1) haben 1989 ergeben, daß die Temperatur unter der Epidermis -  also der Lederhaut des Blattes - bis um 10°C tiefer anzusetzen ist als die Temperatur der Umgebungsluft.
Diese Temperaturabsenkung, die durch Verdunstung auf der Blattoberfläche bei ausreichender Luftbewegung entsteht, ermöglicht es den Pflanzen, auch bei scheinbar höheren Lufttemperaturen ungestört weiterzuarbeiten.
Dracula cordobae - Andengebiete, feucht + kühlIrrtümlicherweise wird oft angenommen, die Lufttemperatur im Glashaus sei allein maßgeblich; daher wird oft nur diese gemessen (wobei auch gesagt werden muß, daß die Messung der Blattemperatur nicht so einfach ist) und dann enttäuscht festststellt, daß die Temperatur durch die adibatische Kühlung nur unwesentlich, also um einige Grade absinkt.
Der Effekt ist wohl jedem Menschen in Erinnerung, der nach dem Schwimmen aus dem Wasser gestiegen ist und bei ein wenig Wind – auch in voller Sonne – kurzfristig kalt fühlte, obwohl die Außentemperatur in der Sonnenglut hoch ist.

Dracula cordobae

Als Beispiele für den Erfolg dieser „Feuchtekontrolle“ möchte ich anführen, dass etwa ein Dracula cordubae den ganzen Sommer 2003 nicht nur durchblühte, sondern auch laufend neue Infloreszenzen bildete, obwohl das Min-Max-Thermometer eine Maximaltemperatur von 37° C anzeigte!
Auch Miltonia spectabilis und diverse Pleurothallidinae blühten reichlich in der heißen Zeit.

Dracula bella - Andengebiete, feucht + kühlDracula bella

Die Wasserzufuhr in meinem Glashaus erfolgte mit einer Hochdrucknebelanlage Marke Plantfog in folgendem Tagesablauf –

  • 10 Minuten Nebelzufuhr um 6:00 früh – alles wird vollständig benetzt
  • 10 Minuten Nebelzufuhr um 8:00 früh – alles wird vollständig benetzt
  • Anlage bis 11:00 abgeschaltet, damit wird eine kleine Abtrocknungsphase simuliert
  • Einschalten um 11:00 Uhr – es wird erneut 10 Minuten genebelt und bis 18:00 Uhr läuft die Anlage mit Hygrostatsteuerung, das heißt, es wird alle 10 Minuten geprüft, ob die relative Feuchte unter 60 % gefallen ist – falls JA wird 3 Minuten genebelt, falls NEIN warten auf die nächste Prüfung
  • Abschalten um 18:00 Uhr
  • 10 Minuten Nebelzufuhr um 20:00 Uhr – alles wird vollständig benetzt

dazu laufen insgesamt 6 Ventilatoren in zwei Klimazonen [im Sommer 2003 eher ein Witz] 24 Stunden durch.

Vielleicht können diese Überlegungen anderen Orchideenfreunden Anregungen zur erfolgreichen Überwindung heißer Sommer geben.

Manfred Schmucker - Wien

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Sommerbetreuung mit "tropic"

Möglicherweise haben alle  vom gleichen Virus -  dem Charme  der kleinen und großen Pflanzen nicht widerstehen zu können -  Befallenen die gleichen Schreckensszenarien vor Augen, dass die geliebten Pfleglinge die Abwesenheit des wachsamen Auges, wenn auch nur für wenige Tage, gar nicht zu Reden von  zwei-  bis dreiwöchige Reisen,  überstehen würden.

Weit und breit niemand, der  kontrolliert, ob es auch allen  Barfüssigen, d.h. den Aufgebundenen, auch gut geht, d.h. der ihnen täglich eine Dusche verpasst und die brauchen sie, wenn schon nicht täglich, so doch wenigstens eine luftfeuchte Umgebung damit die zarten Luftwürzelchen nicht innerhalb kürzester Zeit vertrocknen, womit das Leben der Pflanzen bald besiegelt wäre.

Mit Luftbefeuchtern kann man sich im Winter  halbwegs behelfen, aber was tun im Sommer bei geöffneter Glashaustür und offenem Lüftungsfenster (besonders in  vergangenen heißen Sommer im kleinen Glashaus - 2 x 2 m) ?  So genannte Nebeldüsen, die mit Druck aus der Wasserleitung wohl nicht nebeln, aber wenigstens sprühen, sind auch nicht so optimal.  Daß die Wasserhärte und das doch recht kalte Wasser aus der Leitung die Pflanzen eher schockt als erfreut, kann  ich nachempfinden.

Auf der Ausstellung in Hirschstetten und bei Freunden habe ich  die Mini-Anlage "Tropic" in Betrieb gesehen. Technisch sehr unbedarft,  ein bischen zögerlich  ("schon wieder eine Ausgabe fürs Hobby, und wer hilft mir, und wird  es auch entsprechend funktionieren...?") habe ich mich aber doch entschlossen,  das  Ding zu erstehen . Mit  einem 30 l Kunststoffbehälter mit Deckel als Vorratsgefäß, und lieben Freunden, die etwa einmal die Woche nachfüllen (und mir überdies das 14mm große Loch in den Behälter bohrten !),  und 6 Nebeldüsen in 2 m Schlauch  ging "Tropic"in Betrieb.
In den ersten  Tagen bei außerordentlicher Hitze und begeistert, dass die Anlage wirklich perfekt funktioniert, lief die Pumpe klaglos ununterbrochen . Mein Wunsch, Regenwasser verwenden zu können war erfüllt.
Inzwischen  habe ich  mit den sinkenden Temperaturen die Pumpe nur früh morgens und abends etwa 1 Stunde und mittags 15 min  in Betrieb.

Der Sprühnebel  reicht etwa einen guten  halben Meter zu den Pflanzen.  Nach kurzer Zeit kann man beobachten,  dass einige Pflanzen eher auf Distanz gehen wollen , aber alle waren und sind nach nunmehr 4 Monaten sichtbar erfreut über ihre neuen Lebensbedingungen.

Noch viel mehr erfreut bin allerdings ich, dass  ich nun  ohne  Suche nach "Gastfamilien" oder "Tagesmüttern" mehrer Tage (hoffentlich auch Wochen) z.B. wieder in Gegenden fahren kann, in denen die Orchideen wirklich  zu Hause sind !

Martha Gibelhauser, Wien

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Erfolgreiche Pflege von Dendrobium cuthbertsonii
Ernst Ritzer / Kärnten Dendrobium cuthbertsonii - Hochland von Neuguinea

Alle Orchideen sind Juwelen - Dendrobium cuthbertsonii ist der Diamant!
Hier will ich über eigene, über Jahre gesammelte Erfahrungen berichten!

Wie oft muß man gießen
Von September bis Februar genügt ein einmaliges Tauchen des Topfes pro Tag.

Ab März muß eine automatisch funktionierende Sprühanlage installiert werden, die zweimal im Tag die Pflanzen besprüht. An besonders warmen Tagen (Juli-August) muß zusätzlich auch noch getaucht werden. Der Topf steht noch immer im wassergefüllten Untersetzter der zusätzlich Sprühwasser auffängt.

Wie soll das Gießwasser beschaffen sein
Ganz wichtig ist es zu wissen daß D. cuthbertsonii zu den salzempfindlichsten Orchideen zählen. Wird zu stark gedüngt, verschlechtert sich der Zustand zuerst unmerklich. Sind dann die Wurzeln abgestorben, geht D. cuthbertsonii innerhalb von wenigen Tagen ein.
Einwandfreies weiches Wasser (Regenwasser oder Osmosewasser 50µs) ist unabdingbar für die Aufzucht dieser Spezies. Einmal in 14 Tagen wird gedüngt. Der maximale Salzgehalt liegt bei 100µs und Vorsicht ist immer am Platz.
Ohne Mikrosiemens-Meßgerät ist eine Pflege nicht möglich!!!

Gießtechnik
D. cuthbertsonii soll wie schon oben erwähnt in der warmen Jahreszeit dauernd feucht gehalten werden. Anderen Orchideen würden bei dieser Behandlung sofort zu faulen beginnen,
D. cuthbertsonii aber nicht (egal ob aufgebunden oder im Topf). Das Problem sind in erster Linie die Wurzeln (wie bei einer Wasserpflanze). Und jetzt kommt das Unglaubliche.
Blühende D. cuthbertsonii im aufgebundenen Zustand können mit den Blüten nach unten ins Wasser gelegt werden - wenn man will für eine halbe Stunde. Ich praktiziere das bereits lange Zeit (siehe Bild) und Stockflecken sind nicht zu befürchten. Die gleichmäßige Behandlung mit weichem Wasser (30-50µs) dienen zur Entsalzung.

Luft
D. cuthbertsonii benötigt Luft - Luft - Luft (natürlich Frischluft).
Ohne Ventilator geht gar nichts. Die kritische Zeit ist der Sommer. Der Ventilator muß Tag und Nacht im Kalthaus eingeschaltet bleiben und die Pflanzen sollen einige Meter weg vom Gerät im Luftstrom stehen.
Am besten schattiert und fast im Freien.(Licht und Lichttechnik folgt weiter unten).

Welche relative Luftfeuchtigkeit braucht die Pflanze
Am Tag mindestens 60% Luftfeuchtigkeit, 85% - 90% in der Nacht.

Temperaturskala
D. cuthbertsonii sind kalt- bis kalt-temperiert zu halten, da sie in Papua New Guinea auf 2500m - 3000m Höhe leben. Es regnet eigentlich das ganze Jahr in sehr kurzen Abständen und Nebel zieht meistens durch die Bergwälder. Die Temperaturskala reicht von 8°C bis 28°C im Sommer ein Problem. Höhere Temperaturen werden nur kurzfristig vertragen (sage es noch einmal) und eine Austrocknung gar nicht! Die Idealtemperatur wäre am Tag 20°C und in der Nacht 13°C.

Dendrobium cuthbertsoniiDer letzte Sommer war sehr heiß und ich kann sagen ohne Sprühautomatic [ mit "tropic" ] und einer rigorosen Schattierung hätten sich diese Pflanzen verabschiedet.

Das Bild rechts zeigt eine Galerie
D. cuthbertsonii, die von einem "tropic"
[links außer Bild] regelmäßig benebelt werden

Licht-Lichttechnik
D. cuthbertsonii hat keine so hohen Lichtansprüche und stellt sich bis zu einem gewissen Grad auf die Lichtsituation ein. Sie kann im Schatten, als auch an hellen Standorten (nicht sonnig) gedeihen.
Die beste Lösung, das Wachstum in der kühlen, lichtarmen, Jahreszeit weiterzubringen ist die Installation eines Lichtbalkens 15cm ober den Pflanzen montiert.

Schädlingsbekämpfung
Man glaubt es kaum, aber eine gut gepflegte, bereits größere, D. cuthbertsonii ist sehr robust. Aber das darf natürlich zu keinem Nachlassen der Betreuung führen. Aber die Verwendung von Spritzmittel würde auch eine schon robustere Pflanze rasch töten. Experten haben festgestellt, dass sie besonders schnell kaputt geht nach der Behandlung mit Permetrinen. Es haben sogar sonst sehr erfolgreiche Gärtner mit Spritzmittel bei dieser Orchidee Schiffbruch erlitten.

Die Aufgebundenen
Nach einem halben Jahr im Tontopf werden bei mir die Cuthbertsonii-Babies aufgebunden. Im Plastiksack bemooste Korkeichen-Rindenstücke dienen als Unterlage (Maße 15x7cm). Als Moos wird kein Sphagnum verwendet, sondern ein kurzbleibendes Moos. Diese Moosart wächst meistens auf Felsen und wird zunächst im Tiefkühlfach (im Plastiksack) eingefroren. Nach drei Tagen lasse ich das Moos noch für ein paar Tage im Wasser schwimmen um ganz sicher zu sein, dass alle Schädlinge beseitigt worden sind.
Auf die oben erwähnten Korkeichenrindenstücke wird das vorbereitete Moos aufgerieben und in einem Plastiksack im Glashaus an einer hellen Stelle Deponiert. Nach einem Monat ist das Moos angewachsen und das Korkeichen-Rindenstück kann zum Aufbinden verwendet werden.
Die Herausnahme der Cuthbertsonii aus dem Topf ist mit aller Vorsicht vorzunehmen um keine Wurzeln zu verletzen. Mit einer feinen Pinzette wird im Topf das Substrat von der Seite unterhalb der Wurzelstränge angehoben und die Pflanze in ein Wasserbad (50µs) gelegt. Mit vorsichtigen Bewegungen kann das meiste Substrat von den Wurzeln entfernt werden.
Ein vollkommene Reinigung des Rhizoms ist nicht erforderlich und würde die zarten Wurzeln nur verletzten.
Das Ganze wird auf das bemooste Korkeichen-Rindenstück gelegt und mit entsprechendem Feingefühl und einem Band das nicht zu kräftig schnürt aufgebunden (Strumpf oder synthetischer Bast). Es sind zwei Schüre notwendig, damit der nötige Halt gegeben ist.
Man wird in nächster Zeit feststellen, dass nun die Wachstumsgeschwindigkeit (bei richtiger Behandlung-siehe weiter oben) etwas zunimmt. Zurückzuführen ist das auf den verbesserten Lufthaushalt an den Wurzeln.
Wie oben bereits erwähnt wachsen D. cuthbertsonii am stärksten im Frühjahr und im Herbst und meistens bilden sich auch in dieser Zeit die Knospen. Oft sogar zweimal im Jahr.
Meine D. cuthbertsonii blühen fast immer mehrere Monate lang und oft sind noch einige alte Blüten da und die nächsten Knospen werden schon sichtbar. Das ist das faszinierende an dieser Orchideen und der Lohn für all die Mühe, die man aufgewendet hat. Es ist eine große Freude sich mit diesen Pflanzen zu befassen.
Orchideenliebhaber die mit diesem Diamant Erfolg haben wollen, benötigen gewisse Voraussetzungen. An erster Stelle steht die Liebe zur Sache. Man muß bereits sein, den D. cuthbertsonii-Pflege-Marathon lückenlos auf sich zu nehmen.

Nie darf man müde werden die kontinuierlich gleichbleibende Pflegequalität zu bieten.
Wer diese Mühe nicht aufbringen will, wird kaum Erfolg haben und sollte lieber die Finger von dieser sensiblen Orchidee lassen.
Meine Erkenntnisse entstanden nach langer Beobachtung und Beschäftigung mit dieser Pflanze und auch ich mußte Lehrgeld zahlen. Wie schon erwähnt stammt dieses Kleinod aus Papua New Guinea. Das Fernstudium der Klimasitution in Papua hat mir weitere interessante Einblicke gebracht.
Meine Pflegehinweise sollen nur als kleine Hilfestellung gesehen werden und dem Interessenten helfen, die gröbsten Fehler zu vermeiden.

Es gibt Leute die glauben, bei der Pflege einer D. cuthbertsonii gibt es viele Wege die nach Rom führen, die werden enttäuscht sein, weil sie Rom nie sehn werden. Aus dem Bauch heraus gehts leider nicht. Experimentieren unter dem Motto "Operation gelungen, Patient tot" ist aber nicht verboten!

Ernst Ritzer, Kärnten
 

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