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Was ist eigentlich "adiabatische Kühlung" -
auch "Verdunstungskälte" genannt?

Wir wissen bereits, dass Luft die Eigenschaft hat Wasser, in Form von Wasserdampf, aufzunehmen.
Sie versucht immer Wasserpartikel zu verdunsten (zu verdampfen) und in sich zu speichern, und dies solange, bis sie "gesättigt" ist.

Die "Verdunstungskälte" ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für eine physikalische Erscheinung, die man richtiger "Verdunstungskühlung" nennen sollte. Damit ist die beim verdunsten einer Flüssigkeit auftretende Abkühlung der Flüssigkeit selbst und ihrer Umgebung gemeint. Diese Abkühlung wird dadurch verursacht, dass der Flüssigkeit und ihrer Umgebung die zum Verdunsten erforderliche "Verdunstungswärme" (Verdampfungswärme) entzogen wird. Man benennt dies mit dem Fachausdruck "adiabatische Kühlung".

Der Verdunstungsvorgang und damit die Verdunstungskühlung wird verstärkt, wenn der entstehende Dampf durch einen trockenen Luftzug möglichst rasch abgeführt wird, sodass ständig wieder ungesättigte Luft an die Stelle gelangt, wo die Verdunstung stattfindet.

Beispiele:

    Denken Sie daran wie kalt es Ihnen ist, wenn Sie an einem trockenen, heissen aber windigen Tag nass dem Schwimmbad entsteigen und Ihre Haut an der Luft trocknet, oder wie kühl sich ein angeblasener Finger anfühlt, den Sie zuerst in ein Glas Wasser getaucht haben.

    Ist jedoch die umgebende Luft mit Wasserdampf gesättigt, beträgt also die relative Luftfeuchte 100%, so findet keine Verdunstung mehr statt und demzufolge auch keine Wärmeabfuhr mehr.

    Wird eine Nebelanlage zur Kühlung mittels der Verdunstungskälte verwendet, so ist wichtig zu wissen, dass nicht die Abkühlung der Luft im Gewächshaus, sondern die Abkühlung des feuchten Blattes bzw seiner näheren Umgebung ausschlaggebend sind. Wichtig ist auch, dass man die Gewächshaus-Lüftung nicht vollständig aufreisst, sondern dosiert öffnet, um nicht zu viel heisse und trockene Luft von aussen zuzuführen.
    Meist kommt man mit einem Öffnungswinkel von etwa 30% (der offenen Stellung) zu wirkungsvollen Kühlergebnissen.

Ein Praxisbeispiel:

    Wie effektiv die Kühlung sein kann, mag ein Beispiel einer unserer Referenzanlagen in Zypern demonstrieren.

    Bei einer Sommer-Aussentemperatur von +42°C (bei 45% rF) mussten wir  im Inneren eines Folientunnels +84°C messen !.

    Durch einfaches Nebeln erreichten wir +39°C.

    Nach Zuschaltung eines Frischluftventilators, der die heisse Luft aus der Giebelzone (Siehe auch "Luftbewegungen im Raum") absaugte, betrug die Innentemperatur nur mehr +28°C bei einer Feuchte knapp an der Sättigung.

    Durch diesen Erfolg können heute Zypressen in Zypern im Hochsommer bewurzelt werden, was früher nur im Winter mit Zusatzheizung möglich war.

    Davon abgesehen stieg die Produktion von ehemals 16.000 auf 140.000 Pflanzen jährlich !
     

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