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Was ist alles vernebelbar ?

Hat anwärmen oder kühlen von Wasser einen Sinn?

Beurteilung von Wasser für die Benebelung

Chemische Wasseranalyse

 

Was kann man alles vernebeln?

Im Prinzip kann man mit den von uns in erster Linie angebotenen Einstoffdüsen eigentlich alles vernebeln, was flüssig ist, auch Laugen und Säuren und sogar öle, wenn auch nur bis zu einer gewissen Viskosität.
Trotzdem gibt es gewisse Kriterien, die eingehalten werden sollten, um eine gewisse Funktionssicherheit der Anlage zu erreichen und die Wartungsarbeiten zu minimieren.

  • Die zu vernebelnde Flüssigkeit MUSS frei von schwebenden Verunreinigungen sein.

    In den meisten aller Fälle ist dies relativ einfach durch Vorfiltrierung zu erreichen. Je nach Art der im Wasser sich befindenden Schwebestoffe bietet sich ein große Zahl von Filtersystemen an: Papierfilter, Wollwickel-Filterkerzen, Edelstahlsiebe, Sandfilter usw.
    Für hochbelastete Flüssigkeiten gibt es sogar periodisch, automatisch rückspülbare, also sich selbst reinigende Systeme. Wichtig zu erwähnen ist bei der Verwendung von Vorfilterkesseln nur die Tatsache, daß es bei Lichteinstrahlung in den Filtern zur Bildung von Grünalgen kommen kann, die mit der Zeit durch ihre schleimige Konsistenz den Filterstoff nachhaltig verlegen können. Der Filterkessel sollte somit, zB durch ein leicht abziehbares Schutzrohr, vor Licht geschützt werden. Es ist allerdings wenig sinnreich einen Filterkessel von vornherein zB aus Stahl oder aus undurchsichtigem Material einzubauen. Die Kontrolle der Filterkerze ist dann nur durch Demontage möglich und die Praxis hat gezeigt, daß dies periodisch (und freiwillig) nie gemacht wird….
  • Das verwendete Wasser MUSS einen geringen Salzwert aufweisen.

    Die im Wasser gelösten Salze werden üblicherweise durch die Leitfähigkeit (zB in µS/cm, mikro Siemens pro cm) definiert. In Mitteleuropa ist der Salzgehalt eher sehr selten ein Thema, sofern es sich nicht um Pflanzen handelt, die nur sehr geringe Salzwerte vertragen (zB Orchideen, Karnivoren). Problematisch kann die Wasserbeschaffung bei Grundwasser in Küstennähe werden (zB auf Zypern oder im Nahen Osten) wo die bei uns übicherweise gemessenen Werte der Leitfähigkeit (etwa zwischen 500 und 1.000µS/cm) um ein Vielfaches übertroffen werden.
  • Das zu vernebelnde Wasser SOLLTE lehmfrei sein.

    Lehm liegt im Korngrößenbereich von 3 bis 10 mikron, ist also sehr feinkörnig und durchdringt anfänglich alle Filter. Später jedoch "zementiert" der Lehm die Filterkerzen zu und legt damit die Anlage still. Lehm ist am Filter fast nicht erkenntlich, da die Filtergewebe weiß bleiben und sauber erscheinen. Der Nachweis kann erst nach Trocknung der Filtermasse  erfolgen, wenn der Filter mit Preßluft ausgeblasen wird und weiß stäubt. Das Problem "Lehm" ist nur schwer zu lösen. Ist kein anderes Wasser (zB lehmfreies Trinkwasser) vorhanden, muß man versuchen, wenigstens teilweise mit Regenwasser zu arbeiten oder zumindest dieses dem normalen Wasser hinzuzufügen. öfteres Wechseln der  Vorfilter und der Düsenfilter wird aber unausbleiblich sein.
  • Das Wasser SOLLTE eine für die Anwendung ideale Gesamthärte aufweisen.

    Das bedeutet keinesfalls, daß vollenthärtetes Wasser Vorteile in der Anwendung bringt.
    In vielen Einsatzfällen ist sogar ein gewisser (geringer) Wasserhärtewert vorteilhaft.
    Solange eine Nebelanlage regelmäßig in Betrieb ist, bereiten auch höhere Härtewerte weder der Pumpe noch den Nebeldüsen Schwierigkeiten. Die von uns verwendeten sogenannten Dralldüsen, aus denen das Wasser kreisförmig aus der Düsenöffnung dringt, haben die Eigenschaft, daß sie sich selbst reinigen. Allerdings kann es bei längeren Stillstandzeiten durch eintrocknen zu Kalkverkrustungen kommen, die die Düsen dann recht nachhaltig verlegen können. Ist kein anderes Wasser verfügbar und soll keine Enthärtung, aus wie immer gearteten Gründen, eingebaut werden, ist dieses Problem mit schaltungstechnischen Mitteln auch noch lösbar. Man sollte sich aber im klaren sein, daß bei Verwendung von Wasser mit hoher Gesamthärte der Kalk ausfällt, wenn das Wasser verdunstet. Das kann nicht nur zu unschönen Grauschleiern, sondern auch zu massiven Verkrustungen auf dem zu benebelden Gut (Siehe auch Wasser im Gartenbau) in den den Räumen und deren Einrichtungen führen und unter Umständen auch schwere finanzielle Einbußen beim Verkauf des Produktes nach sich ziehen.

 

Ganz allgemein kann gesagt werden, daß eine Gesamthärte von 3 bis 6 °dH (Grad deutscher Härte) für die meisten Anwendungsarten (außer zB für Karnivoren, die absolut kein hartes Wasser vertragen) ideal ist, daß Wasser mit Härten bis zu 15°dH noch relativ unproblematisch verwendet werdern kann, daß aber bei Werten, die darüber liegen von Fall zu Fall entschieden werden sollte, ob dieses Wasser noch geeignet bzw wie es am besten aufzubereiten wäre. 

Hat anwärmen oder kühlen von Wasser einen Sinn?

Nein, absolut nicht!

Es mag etwas befremdend klingen, aber man kann auch durch die Vernebelung mit fast kochendem Wasser ein Gewächshaus im Sommer kühlen oder ein Kühlhaus befeuchten ohne daß die Temperatur im Raum ansteigt.
Das hängt damit zusammen, daß Nebelanlagen nur sehr wenig Wasser benötigen, daß also der Wärmeinhalt in dieser Wassermenge auch sehr klein ist. Im Gegenzug ist jedoch die adiabatische Kühlung (Verdunstungskühlung), die durch das Verdampfen der Wasser-Feinstpartikel in der Luft entsteht, um ein Vielfaches höher anzusetzen.
Alle thermischen Vorbehandlungen des für eine Vernebelung bestimmten Wassers sind also eine reine Energieverschwendung, auf die verzichtet werden kann!

 

Beurteilung von bereitgestelltem Wasser für die Benebelung

Interessenten an unseren Befeuchtungssystemen werden von uns generell nach der zur Verfügung stehenden Wasserqualität befragt. Zumeist sind die Antworten vage, weil weder die Gesamthärte (oder in Deutschland die Härteklasse, Siehe Wasser-Enthärtung), noch andere Inhaltstoffe (Na, Eisen, Chloride, usw),die Leitfähigkeit oder eine allfällige Bakterienbelastungen bekannt sind.
Zumeist liegt auch keine Wasseranalyse eines entsprechenden Institues vor.

Sofern es sich um Trink- oder Brunnenwasser handelt, können die wichtigsten Daten üblicherweise vom Gemeindeamt oder von der Stadtverwaltung erfragt werden. Diese Auskünfte sind kostenlos. Soll Wasser aus offenen Regensammelbecken oder Teichwasser verwendet werden, sollte vor der Verwendung zur Vernebelung auf alle Fälle eine Wasseranalyse und bakteriologische Beurteilung vorgenommen werden.

Erstellung einer chemischen Wasseranalyse

Wäre bei allfälligen Schwierigkeiten mit Ihrem Gießwasser oder im Zuge einer eventuell geplanten Nebelanlage für Ihre Anwendung eine chemische Wasseranalyse notwendig oder gewünscht, können wir diese für Sie ausführen.

Dabei werden folgende Parameter geprüft:

  • Gesamthärte
  • Karbonathärte
  • Leitfähigkeit
  • pH-Wert
  • Gehalt an Chloriden
  • Gehalt an Sulfaten
  • Natriumgehalt
  • Gegebenenfalls der Eisengehalt
  • Sowie das Aussehen und der Geruch

Im Anschluss daran wird das Wasser für Ihre Anwendung von uns beurteilt und wenn es nützlich oder wünschenswert wäre, werden allfällige Verbesserungsmöglichkeiten aufgezeigt.

Wir benötigen dazu etwa einen halben Liter des betreffenden Wassers mit Angabe des Ursprungs (Leitungswasser, Brunnenwasser (Tiefe?), Teichwasser, Flußwasser etc), abgefüllt in eine sauber ausgewaschene Plastik- oder Glasflasche.

Preis der chemischen Analyse mit Beurteilung ..........................................…. € 58,50 zuzüglich MWSt *)

*) Anmerkung: Findet die Wasserbeurteilung im Zuge der Projektierung einer geplanten Nebelanlage statt und wird diese dann auch gekauft, so gehört die Wasseranalyse zu unserem Dienst am Kunden und ist kostenlos.
 

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