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Wasser für Vermehrung und Bewurzelung

Nebelanlagen in Schaugewächshäusern

 

Wasser für Vermehrung und Bewurzelung

Der größte Vorteile einer Nebelanlage gegenüber einer herkömmliche Überkopf-Sprühanlage im Niederdruckbereich liegt darin, daß sich der Nebel im ganzen Haus gleichmäßig verteilt, somit auch den Bereich im Laub, also die Blattunterseiten miteinbezieht. Hier liegen, außer bei wenigen Spezies (zB bei Wasserpflanzen, die aber keine Benebelung benötigen) die für den Gasaustausch und damit für das Wachstum verantwortlichen Spaltöffnungen
(Bild: Stomata einer Tomatenpflanze,
Quelle: WIKIPEDIA)  

Kalk im Wasser hat nun die Eigenschaft sich an den Oberflächen nach dem verdunsten des Wassers anzulegen und diese mit der Zeit zu verkrusten. Man müsste jetzt somit annehmen, daß einem sehr geringen Härtegrad gerade in der Vermehrung ein sehr hoher Stellenwert beizumessen wäre, weil ja auch mit der Zeit die Stomata verklebt und damit das Wachstum der Pflanze massiv eingeschränkt werden würde. Verblüffenderweise gilt dies aber nur bei sehr hohen Gesamthärtegraden über etwa 15°dH (Härteklasse ab III, hart)

Die Begründung dazu ist recht einfach. Ist eine Nebelanlage richtig ausgelegt und kann auch steuerungstechnisch effizient eingesetzt werden (integrierte Morgenbetauung, Kurzzeitsprühen, etc) so kann sich die Bewurzelungszeit, also die Dauer während der der Steckling im Nebel verbleibt drastisch verkürzen (je nach Kulturgut um bis zu zwei Drittel der Zeit gegenüber einer Sprinkler- oder manuellen Bewässerung). Danach wird das Haus geleert und die Jungpflanzen wachsen unter anderen Konditionen oder im Freiland weiter und bilden neue Blätter mit neuen Blattöffnungen.

Das heißt also, daß auch bei relativ hohem Kalkanteil dessen Einfluß auf das Wachtum eher gering anzusetzen ist und daß Enthärtungsanlagen erst ab einer Rohwasserhärte von etwa 15°dH anzudenken sind.

 

Nebelanlagen in Schaugewächshäusern

In botanischen Gärten oder anderen Schaugewächshäusern, Zoolandschaften oder einfach in Verkaufshallen für Fertigpflanzen dienen Nebelanlagen üblicherweise nur der Befeuchtung und Klimatisierung und weniger auch einer Bewässerung wie in der Vermehrung.

Palmenhaus Wien-Schönbrunn

Trotzdem spielt, speziell bei dieser Anwendung, die Gesamthärte des Wassers eine äußerst wichtige Rolle. Sie sollte möglicht niedrig, so im Bereich zwischen 3 und 6 °dH gehalten werden können.

Der Grund liegt ganz einfach darin, daß Pflanzen (und natürlich allfällige zur Dekoration gedachte Elemente im Raum) oft jahre- oder sogar jahrzehntelang in dem Haus verbleiben. Lägen die Härtewerte zu hoch würde sich mit der Zeit ein unschöner Grauschleier über die Kulturen legen, der, abgesehen davon, daß er störend wirkt, auch das Wachstum recht massiv einschränken könnte. Eine Reinigung ist auch mit sehr großem Aufwand nachträglich fast nicht mehr möglich.

Keinesfalls sollte Osmosewasser verwendet werden. Ist jedoch auf Grund des zur Verfügung stehenden Rohwassers (gemäß Wasseranalyse eines Fachinstitutes) eine Umkehrosmose zwingend nötig, sollte eine nachfolgende Aufdüngung des Wassers für die Benebelung (zB durch Dosierpumpen oder ähnlichen dafür geeigneten technischen Hilfsmitteln) mit eingeplant werden.
 

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